Sorge vor Winter: Hunger in Afghanistan: „Die Angst kommt in unser Haus“

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Die humanitäre Lage in Afghanistan ist seit Jahren angespannt. Jetzt warnen die Vereinten Nationen vor einer sich zuspitzenden Hungerkrise im Winter. Was berichten die Menschen in Kabul?
Imran Ullah steht mitten in Kabul hinter einem riesengroßen Topf Hühnersuppe. Die verkauft er nachmittags in kleinen Pappbechern. „Ich lächle vor meinen Kunden und meinen Kindern, weil ein Vater seine Angst nicht zeigen darf. Aber ich ertrinke in Sorgen“, sagt Ullah.
In den vergangenen zwei Stunden war nur ein Kunde bei ihm gewesen. Er verdiene kaum genug, um Brot zu kaufen, berichtet er. Dabei sei vor einigen Monaten noch alles gut gewesen - vor der Abschiebung aus Pakistan nach Afghanistan.
Die Vereinten Nationen befürchten mit Blick auf den anstehenden Winter eine sich zuspitzende Hungerkrise in Afghanistan. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen haben sich die Spannungen zwischen den beiden Nachbarländern Afghanistan und Pakistan zuletzt verschärft. Millionen von Menschen mit afghanischen Wurzeln wurden in ihr Heimatland zurückgedrängt.
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